Schubert ungekünstelt

Leipziger Volkszeitung | 16.05.2015

Nochmal Schubert, nochmal Genuin, aber keine Exoten, sondern sozusagen das Kerngeschäft: der c-moll-Quartettsatz, das C-Dur-Quartett D46 und das a-moll-Quartett „Rosamunde“. Daran haben sich nun wirklich schon all die Großen der Zunft abgearbeitet. Aber das Klenke Quartett (Annegret Klenke, Beate Hartmann, Yvonne Uhlemann und Ruth Kaltenhäuser) muss die übermächtige Konkurrenz aller Länder und Zeiten nicht scheuen. Mit ungekünstelter Frischheit, klarem Ton und präzisem wie unprätentiösem Spiel schlagen die vier Damen sich eher auf die klassische Seite Schuberts, machen Strukturen hörbar und Zusammenhänge. Eine Musizierhaltung, die eher fürs konzentrierte Nachvollziehen taugt als für die emotionale Überrumpe-lung. Sehr natürlicher Klang.

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